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Hautpflege
Die richtige Versorgung der Haut, die ja unser größtes Organ darstellt, sollte für viele Menschen wichtig sein. Da sind zuerst die Träger von Krankheiten, welche die Haut übermäßig belasten. Der gut geschulte Diabetiker weiß ganz genau, dass er den Zustand seiner Haut insbesondere im Fußbereich ständig beobachten muss. Denn durch die gestörte Durchblutung der feinen Gefäße können kleinste Wunden zum großen Problem werden. Oder der Neurodermitiker oder Psoriatiker, der ständig mit trockener, schuppiger und zu starkem Juckreiz neigender Haut zu tun hat. Er weiß, dass er sie mit Fett und Feuchtigkeit versorgen muss, um die Beschwerden in Grenzen zu halten. Aber auch ganz einfach der ältere Mensch, dessen Haut dünner, unelastischer und trockener wird, sollte ihre Beschaffenheit immer im Auge behalten.
Desinfektion
Wichtig für die optimale Funktionsfähigkeit der Haut ist die richtige Desinfektion von infizierten oder infektionsgefährdeten Stellen. Ein überzogener Einsatz von Desinfektionsmitteln ist unsinnig, da darunter die Abwehrkräfte leiden und Allergien auftreten können. Doch im Umgang mit infektiösem Material oder mit Patienten, deren Abwehrsystem geschwächt ist, ist eine gute Desinfektion unerlässlich. Die gängigsten Erreger kann man mit isopropanolhaltigen Mitteln, wie z.B. Cutasept F Lösung oder Sterillium Lösung bekämpfen.
Zur Desinfektion von Wunden ist nach wie vor Iod der Stoff der Wahl, da er sowohl Bakterien und Viren als auch Pilze und Einzeller abtöten kann. Es gibt immer noch die Jodtinktur Hetterich, doch da hier das Iod in Alkohol gelöst ist, brennt das Auftragen auf die offene Wunde stark. Angenehmere Anwendung bietet PVP-Iod, bei dem durch Bindung des desinfizierenden Iods an einen „Kunststoff“ die Lösung in Wasser als auch die Verarbeitung als Salbe möglich ist. Präparate mit diesem Wirkstoff sind z.B. Betaisodona Lösung oder Salbe oder die Polydona Salbe.
Wunden, aber auch Ekzeme oder Furunkel lassen sich mit dem antibiotisch wirksamen Tyrothricin, z.B. in Tyrosur Gel oder Puder behandeln. Sehr empfehlenswert ist auch die Substanz Octenidin, z.B. in Octenisept Lösung, da sie wasserlöslich und farblos ist, ein breites Desinfektionsspektrum aufweist und bequem als Pumpspray verfügbar ist. Länger dauernde oder schwer erreichbare Infektionen der Haut, etwa Furunkel oder eingewachsene und entzündete Nägel lassen sich z.B. mit Rivanol Salbe oder einer Lösung von Chinosol oder Rivanol Tabletten behandeln. Aber Vorsicht: beide Wirkstoffe sind gelb und hinterlassen schlecht entfernbare Flecken auf Textilien. Hat eine Wunde bereits begonnen zu verheilen, kann man die Wundheilung mit desinfizierenden Produkten, wie z.B. Bepanthen Antiseptische Wundcreme oder Linola Sept Creme beschleunigen. Selbstverständlich ist eine gute Desinfektion auch bei kosmetischen Eingriffen wie Ohrlöchern oder Piercings nötig. Hier verwendet man z.B. Forasept Ohrlochkosmetikum oder Ohrloch Antisept Tropfen.
Fußpflege
Eine eher kosmetische als medizinische Wirkung ist bei Fuß- und Schuhsprays notwendig, denn hier geht es vordringlich um die Geruchsbekämpfung. Eine gute Wirkung erzielen Sie z.B. mit Efasit Power Spray oder Gehwol pflegendes Fußdeo. Benötigen Sie eine stärkere Wirkung oder möchten Sie die Bildung des Schweißes vorab verhindern, so hilft Ihnen der Wirkstoff Aluminiumchloridhexahydrat, z.B. in Hidrofugal Fuß Spray. Dieser verschließt die Schweißdrüsen und begrenzt somit die Schweißbildung. Während der Anwendung sollten Sie jedoch ausschließlich Baumwollsocken tragen, da andere Textilien geschädigt werden können.
Besonders viele ältere Leute leiden unter Hühneraugen, da diese beim Gehen starke punktuelle Schmerzen erzeugen können. Meistens lassen sie sich jedoch recht einfach entfernen, etwa mit einer Lösung, wie z.B. Gehwol Hühneraugentinktur, oder mittels Pflaster, wie z.B. von Efasit, Lebewohl extra stark oder Scholl. Man sollte sich jedoch nicht dazu verleiten lassen, ein Hühnerauge mit scharfen Gegenständen zu bearbeiten, da es sich dadurch entzünden und zu stärkeren Schmerzen als zuvor führen kann. Ohne Schwierigkeiten lässt sich jedoch die Hornhaut abfeilen. Geeignete Hilfsmittel hierzu sind z.B. die Hornhautschwämme von Efasit, Gehwol oder Lebewohl sowie die Scholl Hornhautraspel. Am besten führt man das nach einem Fußbad durch, welches die Hornhaut aufweicht und leichter bearbeitbar macht. Den gleichen Effekt erzielt man z.B. mit Allgäuer Latschenkiefer Hornhaut Reduzier Bad, -Creme oder -Spray, mit Cecem Hornhaut Reduzier Balsam oder mit Gehwol Schäl Paste.
Insektenstiche
Im Sommer stellen Stechmücken eine häufige und quälende Last dar. Denn bei ihrem Stich spritzen sie eine kleine Menge gerinnungshemmenden Stoff in unsere Haut, welcher in Folge zu Rötung und vor allem Juckreiz führt. Zum Glück übertragen die Biester in unseren Gefilden meist keine Krankheiten. Gegen das Beißen und Kitzeln kann man z.B. mit Fenistil Gel, Systral Creme oder dem kleinen und daher bequem transportablen Azaron Stick gut vorgehen. Bei stärkerem Jucken hilft auch eine leichte verschreibungsfreie Kortisonsalbe wie z.B. Soventol Hydrocort 0,5% Creme. Keinesfalls sollte man zu kratzen beginnen, da sich durch eine hormonelle Reaktion der Juckreiz dadurch meist noch verstärkt. Außerdem kann sich der Stich entzünden. In diesem Fall sollte er von einem Arzt untersucht werden.
Narben
Eine Narbe, die nicht an einer verdeckten Stelle liegt, kann für den Träger zu einem psychologischen Problem werden, wenn sie nicht rasch verheilt. Diese Heilung lässt sich mit Salben, wie z.B. dem Contractubex Gel, Kelofibrase Sandoz Creme oder dem homöopathischen Narben Gel von Wala beschleunigen. Außerdem vermindern diese Präparate die Bildung von „wildem Fleisch“. Dies lässt sich auch sehr angenehm und preiswert mit Kernseife, z.B. von Kappus erreichen. Man raspelt die Kernseife einfach in handwarmes Wasser und macht mit dieser Lösung einen Umschlag oder ein Bad. Es funktioniert!
Schuppige Haut
Schuppige Haut sieht nicht nur nicht schön aus, sondern kann auch durch kleinste Hautrisse zu Irritationen wie Rötung und Juckreiz, aber auch zu Infektionen führen. Man sollte es also gar nicht so weit kommen lassen und mit speziellen fetthaltigen Präparaten die Haut vorbehandeln. Insbesondere ungesättigte Fettsäuren, wie z.B. in Linola fett Creme oder Linola fett N Ölbad ziehen zum Einen leicht in die Haut ein und verbleiben dort auch lange und halten die Hautstruktur geschmeidig. Stärkeren Beschwerden kann man mit Nachtkerzenöl vorbeugen, wie z.B. in Linola Gamma Creme. Dieses wird auch zur Intervallbehandlung bei Schuppenflechte oder Neurodermitis gerne benutzt. Feuchtigkeitsarme Haut hingegen braucht Harnstoff. Dieser gehört zum natürlichen Hautschutzfaktor und bindet das Wasser in der Haut. Er ist z.B. in Basodexan, Elacutan Creme oder Widmer Carbamid Creme enthalten. Etwas vorsichtig muss man bei geröteter oder rissiger Haut sein: da Harnstoff ein Salz ist, kann es hier zu Brennen bei der ersten Behandlung führen.
Vitamine und Mineralien
Auch Vitamine helfen der Haut zu besserem Aussehen. In erster Linie ist hier das Biotin zu nennen, das zu den B-Vitaminen gehört. Es wird für mehr Gleichmäßigkeit der Haut, gegen Brüchigkeit der Haare und für festere Nägel angewendet. Für die Haut genügen 2,5mg täglich für einen Monat, die Haare brauchen 5mg zwei Monate lang und für die Nägel sind 10mg täglich über ein halbes Jahr einzunehmen. Ein Arzneimittel, das es in allen drei Stärken gibt, ist z.B. Bio-H-Tin. Eine Kombination der B-Vitamine mit Mineralien wie Selen und Zink, die auch die Abwehrkräfte des Körpers und der Haut stärkt, findet man z.B. in Haut + Haare Vitamin Natur Pharma Kapseln. Kieselgel hingegen stärkt bei Einnahme das Bindegewebe. Kieselgelhaltige Präparate, wie z.B. Sikapur Liquidum verbessern dadurch den Unterbau der Haut und können Orangenhaut vorbeugen.



