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Schlaf und Nerven

Mittel für einen ruhigen Schlaf und gute Nerven

Der Schlaf ist eine wichtige Körperfunktion und dient der Aufrechterhaltung der geistigen Gesundheit. Das Schlafbedürfnis des Menschen sinkt mit zunehmendem Alter. Während ein Neugeborenes etwa sechzehn Stunden Schlaf benötigt, sind es bei 80-jährigen nur noch circa fünf Stunden. Diese oft missachtete Tatsache führt leider häufig zu „Schlafstörungen“. Wenn nämlich ein älterer Mensch bereits um acht oder neun Uhr zu Bett geht, dann ist er zwischen ein und zwei Uhr morgens wieder wach! Nimmt man gegen diese „Krankheit“ dann Schlafmittel, vor allem rezeptpflichtige, zum Durchschlafen ein, so erwächst hieraus rasch eine psychische Abhängigkeit.

Beruhigungs- und Schlafmittel
Anders sieht es jedoch bei Einschlafstörungen aus. Wälzt sich ein Patient nach dem Zubettgehen erst einmal zwei Stunden auf der Matratze, weil ihm all die Probleme des Tages nochmals durch den Kopf gehen, so ist dies durchaus ein Grund, ein freiverkäufliches Präparat zum Anstoßen des Schlafes zu verwenden. Hier gibt es viele pflanzliche Mittel. Am bekanntesten ist wohl der Baldrian. Doch der ist eigentlich gar kein Schlafmittel. Baldrian beruhigt lediglich den Gedankenfluss und kann daher auch tagsüber angewendet werden. Durch diese Entspannung des Gehirns kann der Patient aber schneller einschlafen. Reine Baldrianpräparate sind z.B. Baldrian Dispert 45mg, Baldriantinktur Hetterich, Baldriparan stark für die Nacht oder Euvegal Balance 500mg. Auch Nahrungsergänzungsmittel, wie Anti Stress VL, können bei Stress, Nervosität oder Prüfungsangst helfen. Von Baldriantee muss man dagegen eigentlich abraten, da die Wirkstoffe in Wasser außerordentlich schlecht löslich sind und die Teezubereitung daher nur sehr begrenzt wirken kann.
Besser zum Einschlafen geeignet sind Medikamente, die Melisse, Hopfen, Passionsblume oder ähnliche Pflanzenextrakte enthalten, da diese direkt den Schlaf auslösen können, wie z.B. Baldrian Dispert Nacht, Kytta Sedativum, Sedacur forte oder Valeriana Hevert. Falls auch die Wirkung dieser pflanzlichen Kombinationen nicht ausreichen sollte, so gibt es auch rezeptfreie chemische Schlafmittel, wie z.B. Betadorm D, Gittalun Trinktabletten, Moradorm oder Sediat. Man muss bei diesen nur beachten, dass sie in Einzelfällen einen sogenannten Hangover verursachen können, was bedeutet, dass man am folgenden Morgen noch Nachwirkungen des Schlafmittels verspürt. Auch sind sie nicht für den Dauergebrauch gedacht, da sie bei häufiger Anwendung zu einer Gewöhnung führen können und somit das Einschlafen ohne Medikamente plötzlich deutlich schwerer fällt.

Stimmungsausgleich
Eine weitere sehr beliebte Heilpflanze ist das Johanniskraut. Johanniskraut kann aber entgegen verbreiteter Meinung als Schlafmittel nicht angewendet werden. Es wirkt vielmehr als stimmungsausgleichendes Medikament und wird auch in der ärztlichen Praxis gegen leichte und mittelstarke Depressionen eingesetzt. Wichtig ist zu wissen, dass die Wirkung verzögert, also etwa nach drei Wochen erst einsetzt. Johanniskrautpräparate ohne Rezept sind z.B. Felis 425 oder 650, Jarsin 300, 450mg oder 750mg beziehungsweise Laif 600. Bei Johanniskraut ist wichtig zu wissen, dass es den Abbau vieler anderer Arzneimittel beeinflussen kann. Somit ist es sehr wichtig vor der ersten Einnahme einen Risikocheck durchführen zu lassen, falls Sie noch andere Medikamente einnehmen sollten (kontaktieren Sie uns einfach).

Leistungsschwäche
Zur Steigerung der Leistung der Nerven und des Körpers werden vor allem lecithin- oder aminosäurehaltige Mittel verwendet, oft in Kombination mit Vitaminen. Sie können auch bei Erschöpfungszuständen verwendet werden, sowohl nach körperlicher Überanstrengung als auch zur Besserung oder Nachbehandlung kraftzehrender Erkrankungen. Lecithin enthalten z.B. Buer Lecithin plus Vitamine, Lecithin Kapseln oder Optilecith, während z.B. Glutamin Verla ein Aminosäurepräparat ist. Auch Vitasprint B12 wird gerne zur Besserung des Allgemeinbefindens angewendet und als Kur über mehrer Wochen hinweg eingenommen. Die erwähnten Arzneien dienen allerdings nur der längerfristigen Leistungssteigerung.
Zur kurzfristigen Anregung geeignet sind hingegen Medikamente mit Coffein oder coffeinhaltigen Guaranaextrakten. Sie sollten aber keinesfalls zum Durchhalten langer Autofahrten als Ersatz für ausreichende Pausen angewendet werden. Ein reines Coffeinpräparat wie z.B. Coffeinum N 0,2mg entspricht circa drei Tassen Kaffee. Die Wirkung guaranahaltiger Mittel, wie z.B. Guarana 1000mg, Guarana Fitgum oder Guarana pur 500 beruht auf demselben Prinzip. Diese südamerikanische Heilpflanze enthält nämlich als Wirkstoff Coffein. All diese Medikamente sollten mit großer Vorsicht eingenommen werden. Die bessere Alternative für den Körper ist in jedem Fall ausreichender Schlaf.



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